Infotag in Hamburg: BSVH präsentiert Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen

Am Samstag, 8. November 2014, 10 bis 17 Uhr, veranstalten wir vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) den Infotag „Rundblick“. Im Louis-Braille-Center, Holsteinischer Kamp 26 (U3 Hamburger Straße), präsentieren Aussteller nützliche Produkte aus ihrem Hilfsmittelangebot, die direkt vor Ort gekauft werden können – auch eine gute Gelegenheit, Geschenke für sehbehinderte Angehörige und Freunde mit Seheinschränkung zu finden. Die Messe rund um Haushalt, Freizeit, Gesundheit und Mobilität findet alljährlich im November statt. Die Aussteller-Liste finden Interessierte auf der Seite des BSVH.

Kinderbuch über Blindheit: „Toleranz und soziales Miteinander vermitteln“

Porträt von Judith Le Huray
Porträt von Judith Le Huray

In Judith Le Hurays neuestem Kinderbuch geht es um Blindheit. Im Gespräch mit mir erklärt die Autorin, was sie am Thema gereizt hat, wie sie sich vorbereitet hat und ob sie Angst hatte, in die Klischee-Falle zu tappen.

In Deinem neuesten Kinder- und Jugendroman “Die Kellerschnüffler” steht die Frage im Mittelpunkt, ob ein blinder Junge Mitglied einer sehenden Kinder-Clique sein kann. Was war Deine Intention für dieses Buch und was hat Dich an dem Thema Blindheit gereizt?

Judith Le Huray: Die Intention war zunächst, ein spannendes und humorvolles Buch zu schreiben, das Kinder gern lesen und gleichzeitig Lehrern als Klassenlektüre gefällt. Häufig gibt es bei Kinderkrimis eine besondere Figur, bei mir ist es der blinde Junge. Damit möchte ich nicht nur ein wenig vermitteln, wie Blinde die Welt erleben, sondern auch auf Intoleranz durch Gedankenlosigkeit hinweisen. Der blinde Samuel ist in der Geschichte übrigens nicht der einzige, der zunächst in eine Schublade gesteckt und abgelehnt wird. Ich will nicht behaupten, frei von Vorurteilen zu sein, aber die Diskriminierung von Menschen, die nicht in ein bestimmtes Raster passen, ist manchmal sehr erschreckend. Warum mich das Thema „Blindheit“ gereizt hat? Da der sehende Mensch sich sehr stark mit den Augen orientiert, wird der Verlust des Augenlichts als extremer Einschnitt empfunden. Meine eigenen schlechten Augen sind sicher mit ein Grund, warum mich das Thema interessiert, denn durch Information können auch Ängste bewältigt werden.

Du erzählst die Annäherung von den sehenden Kindern und dem blinden Jungen im Rahmen eines Abenteuerromans bzw. eines Krimis für Kinder. Warum hast Du gerade dieses Genre gewählt, und an welche Altersgruppe wendet sich Dein Buch?

Judith Le Huray: Das Buch wendet sich vor allem an Leser von neun bis elf Jahren. Als ich in dem Alter war, habe ich selbst sehr gerne Krimis und Abenteuerromane gelesen. Das ist schon einige Jahrzehnte her, aber auch heute noch lieben die Kinder spannende und abenteuerliche Bücher. Mit Spaß und Spannung möchte ich nebenbei Themen wie Toleranz und soziales Miteinander vermitteln, ohne sie den Kindern mit der moralischen Keule einzuhämmern.

Magst Du meinen Leserinnen und Lesern noch ein bisschen mehr über die Handlung der Kellerschnüffler erzählen?

Judith Le Huray: Sechs befreundete Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis knapp 13 Jahren müssen aus unterschiedlichen Gründen zumindest einen Großteil ihrer Sommerferien zu Hause verbringen. Nun suchen sie nach Abwechslung und Abenteuer. Als sie dem merkwürdigen Jungen mit dem weißen Stock zum ersten Mal begegnen, wird er von ihnen gepiesackt und verspottet. Am nächsten Tag stürzt einer aus der Bande vom Fahrrad und ausgerechnet Samuel, der Junge mit dem komischen Blick, hilft ihm. Die beiden freunden sich an und trotz einiger Widersprüche wird Samuel in die Clique aufgenommen. Als nachts Fahrräder aus einigen Kellern des Stadtteils verschwinden, versuchen sich die Kinder als Detektive. Jedes der Kinder hat andere Stärken und Schwächen, und in der Dunkelheit des Kellers kann Samuel punkten.

Ich weiß, dass Du intensiv zum Thema Blindheit recherchiert hast. Wir haben uns dadurch kennengelernt, dass ich Dir viele Fragen hierzu beantwortet habe. Wie hast Du Dich daneben auf das Thema Blindheit vorbereitet?

Judith Le Huray: Ich war in einer Blinden- und Sehbehindertenschule, habe eine Ausstellung des Blindenverbands besucht und mich dort mit Blinden unterhalten, jede Menge Videos angeschaut und Romane oder auch Ratgeber gelesen.

Wie bist Du mit dem möglichen Widerspruch von realistischer Darstellung von Blindheit einerseits und der erzählerisch notwendigen Pointierung andererseits umgegangen – sprich: Hattest Du Angst in die Klischee-Falle zu tappen?

Judith Le Huray: Wenn ich ehrlich bin weiß ich nicht, welche Klischees es in Bezug auf Blinde gibt und es kann gut sein, ich bin in die Falle getappt. Trotzdem hoffe ich, ein einigermaßen realistisches Bild zu vermitteln und den Lesern ein bisschen die Situation von Blinden nahebringen zu können, ohne dabei den Abenteuerroman mit Informationen oder gar Problemen zu überfrachten und die Kinder damit zu langweilen.

Über Judith Le Huray

Judith le Huray wurde 1954 geboren und ist in Stuttgart aufgewachsen, seit vielen Jahren wohnt sie mit Mann und Hund am Fuß der Schwäbischen Alb. Schon als Kind war sie eine Leseratte und mit sechs Jahren wollte sie Schriftstellerin werden. Das dauerte jedoch einige Jahrzehnte, denn zunächst arbeitete sie als Erzieherin im Kindergarten und -heim, machte – „völlig talentfrei“, wie sie sagt – eine Schneiderlehre und leitete als Tanzpädagogin zwei Jahrzehnte lang ein eigenes Studio. 2009 hat Judith le Huray endlich ihren Traum wahr und das Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu ihrem Beruf gemacht, seit 2011 hauptberuflich. Besonders gern verfasst sie witzige und spannende Bücher, die als Klassenlektüre geeignet sind. Wenn sie nicht im Garten oder am Schreibtisch an neuen Geschichten bastelt, ist sie bei einer ihrer vielen Lesungen oder sie geht mit ihrer Hündin Gassi.

Textauszug aus „Die Kellerschnüffler“

Buchcover von "Die Kellerschnüffler"
Buchcover von “Die Kellerschnüffler”

„Sag mal, Samuel, ist das nicht schrecklich, wenn es immer so dunkel ist?“, fragt Karo. Zum einen, weil es sie interessiert, zum anderen, weil reden die Angst vertreibt.

„Na ja, vor allem am Anfang war es schlimm. Ich hatte ständig Albträume. Und dann hat meine Mutter sich so wahnsinnige Sorgen gemacht und mich von vorne bis hinten betüddelt, als wenn man mir das Gehirn amputiert hätte. Aber mit der Zeit lernt man eine Menge kennen, was man als Guckie viel zu wenig beachtet. Wie sich etwas anfühlt, wie es riecht, wie sich ein Haus anhört oder ein Baum oder ein Müllcontainer, wenn man daran vorbeigeht. Trotzdem werde ich nie alles können so wie ihr und brauche oft Hilfe. Aber dafür kann ich einiges, was ihr nicht so gut könnt.“

„Stimmt“, sagt Moritz leise. „Trotzdem will ich sehen können.“

Eine längere Leseprobe im PDF-Format finden Sie auf der Website des Hase-und-Igel-Verlags. Das Buch “Die Kellerschnüffler” können Sie direkt auf der Seite der Autorin bestellen.

Sonntag auf der Bühne: Gestrandet in Bombay

Vielleicht ist es die letzte Chance, unser aktuelles Stück live zu erleben. Die Blinden Passagiere stehen an diesem Sonntag, 26. Oktober 2014, endlich wieder in Hamburg auf der Bühne, nach krankheitsbedingter Pause nun auch wieder mit mir als Capitano. „Gestrandet in Bombay – Die See-Revue mit Schlagern der 50er Jahre“ beginnt um 15 Uhr. Veranstaltungsort ist der Hamburgsaal (Haus U) im Berufsförderungswerk Hamburg. Eingeladen wurden wir vom Freundeskreis Pflegeheim Farmsen. Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro, vor Ort 12 Euro. Erhältlich sind die Tickets im Weinshop im EKT (Berner Heerweg 173) und im Seniorenzentrum Pflegen und Wohnen (August-Krogmann-Str. 100).

Podcast: Meine Themen und mein Leben in 70 Minuten

Eigentlich müsste ich nie wieder ein Interview geben. Jetzt ist alles gesagt. Naja, zumindest sehr viel. Knapp 70 Minuten lang stand ich Frau Grünkariert und Herrn Martinsen Rede und Antwort. In ihrem wunderbaren Eingeladen-Feature-Podcast sprechen wir über Blindheit, Inklusion, Brailleschrift, Mobilität, Vorurteile, meine Arbeit und mein Leben. Die Folge können Sie auf eingeladen-feature.de nachhören und kommentieren. Viel Vergnügen!

Reha-Rückblick: So war’s an der Ostsee

Einige Mitpatienten klagten über ihren zu vollen Rehaplan, andere über zu wenige Anwendungen. Überhaupt schienen mir einige Menschen primär um des Meckerns Willen in der Rehaklinik gewesen zu sein. Zu dreckig, Essen mies, Personal unmotiviert usw. Ich konnte das nicht nachvollziehen. Mir jedenfalls haben die vier Wochen im Juli und August in Schönhagen sehr geholfen – und das nicht nur wegen des schönen Wetters und der guten Ostseeluft.

Als ich hier im Blog zuletzt über meinen Gesundheitszustand berichtete, ging es mir bei Weitem nicht so gut wie heute. Ich war immer noch recht Müde und schnell erschöpft, hatte wenig Kraft, fühlte mich in meinem Körper nicht so wohl. Heute ist das alles viel besser – wenngleich natürlich nicht wie vor der OP -, und das verdanke ich vor allem der Reha.

Täglich Physiotherapie, Muskelaufbau und Konditionstraining auf Ergometer und Laufband, dazu Einheiten im Bewegungsbad, Massagen, Entspannungsübungen, Vorträge rund um Ernährung, Gesundheit und Bewegung und moderierte Gruppen zum Umgang mit Krebs, zum Wiedereinstieg in den Beruf und vieles mehr. Das war ein sehr hilfreiches Programm für mich, so dass ich die für drei Wochen angesetzte Maßnahme dann auch um eine Woche verlängert habe.

Und ich möchte dem Team der Schlossklinik Schönhagen auch auf diesem Weg noch einmal danken. Es ist sehr souverän und professionell mit meiner Behinderung umgegangen – unverkrampft, unaufdringlich, hilfsbereit. Das gilt für den behandelnden Arzt, für das Pflegepersonal, die Therapeuten, Berater, den Begleitservice, das Personal im Speisesaal und am Empfang. So wünscht man sich das!

Wie geht es jetzt weiter? Zum einen werden mich für den Rest meines Lebens die Nachsorgetermine begleiten (zunächst alle drei Monate). Einen davon hatte ich vor knapp zwei Wochen. Mein Thorax wurde via CT unter die Lupe genommen, insbesondere die Lunge. Es war alles in Ordnung. Aber die Minuten, in denen Anna und ich auf die Ärztin und das Ergebnis der Untersuchung gewartet haben, waren schon sehr aufwühlend. Kommenden Mittwoch folgt dann die Untersuchung des Bauchbereichs. Drücken Sie mir die Daumen, dass auch hierbei nichts gefunden wird.

Wenn der Nachsorge-Termin erfolgreich überstanden ist, starte ich langsam auch wieder ins Berufsleben. Im Rahmen einer Wiedereingliederung beginnt es mit zwölf Arbeitsstunden pro Woche, die ich – nach jetzigem Stand – langsam bis Mitte Dezember auf eine volle Stelle steigern werde. Ich freu mich drauf!

Blog-Relaunch: Neue Seiten und Widgets auf Blindpr.com

Einer meiner guten Blogvorsätze für dieses Jahr war, diese Seite etwas aufzufrischen. Aufgrund meiner plötzlichen Krebs-Erkrankung mussten meine Vorhaben für 2014 etwas warten, aber zumindest der Blind-PR-Relaunch ist nun weitgehend abgeschlossen. Neben einem neuen Layout, das auch einige Verbesserungen hinsichtlich Barrierefreiheit bietet, finden Sie auch einige neue Inhalte und Widgets.

Dieser Blog stellt nun – noch mehr als ohnehin schon – das Zentrum meiner Onlineaktivitäten dar. Daher habe ich mehrere neue Seiten erstellt, auf denen ich mich Ihnen vorstelle. Neben der „Heiko Kunert persönlich“-Seite finden Sie nun auch ein berufliches Profil von mir. Des Weiteren finden Sie eine Seite „Heiko Kunert als Experte“, auf der Sie eine Liste von Vorträgen, Workshops u.Ä. entdecken können, die ich bereits angeboten habe. Außerdem gibt es nun einen verlinkten Pressespiegel, eine Auswahl meiner journalistischen Texte und eine Liste meiner weiteren Onlineprofile. Und schließlich stelle ich die Themen dieses Blogs auf einer eigenen Seite vor.

Ein weiteres Ziel des Relaunchs war es, Ihnen das Stöbern im Blog zu erleichtern. Sie finden daher in der rechten Seitenleiste nun einige neue Widgets. Neu ist das Blind-PR-Archiv, das Ihnen die Artikel nach Monaten sortiert zugänglich macht. Außerdem finden Sie eine Schlagwörter-Wolke mit 75 Tags, die Sie zum Blättern im Blog nutzen können. Natürlich gibt es auch weiterhin – ebenfalls in der rechten Seitenleiste – die Blind-PR-Suche, eine Liste der Top-Beiträge und eine der neuesten Kommentare. Auch alle Möglichkeiten zum Verfolgen dieses Blogs finden Sie rechts, ganz oben: Sie können Blind-PR weiterhin per E-Mail abonnieren bzw. mit Ihrem WordPress.com-Account verfolgen oder die RSS-Feeds nutzen. Neu ist, dass Sie mein Blog nun auch mithilfe der Blogbox-App abonnieren können.

In der Hauptseitenleiste, links, finden Sie nun meine neuesten Audioboos und Tweets, außerdem die neuesten Posts aus dem Inklusionsblog der Aktion Mensch. In der Fußleiste schließlich finden Sie nun meine About.me- und Gravatar-Profile und die Facebook-Seite des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg.

Ich hoffe, Ihnen gefallen die neuen Inhalte und Funktionen. Wie immer freue ich mich auf Ihr Feedback in den Kommentaren oder per E-Mail.

Nach der Bestrahlung: “Heiko, wie geht’s Dir?”

„Heiko, wie geht’s Dir?“, fragen mich Freunde, Bekannte und Angehörige. Eine einfache Antwort gibt es da eigentlich nicht.

Klar, es geht mir körperlich deutlich besser als kurz nach meiner Operation. Auch gibt es immer häufiger Tage relativer Leichtigkeit – bei einem sonnigen Spaziergang mit Anna an der Elbe, bei einem guten Essen oder einem lustigen Gespräch mit Freunden. Aber gut ist anders.

Was ist seit meinem letzten Blogpost passiert?

Vor allem wurde ich bestrahlt. 28 Termine, verteilt auf sechs Wochen. Heißt: Jeden Werktag – zweimal auch an einem Sonntag – mit dem Taxi ins Universitätsklinikum Eppendorf, zur Tomotherapie, in einen kalten Raum mit Hightech-Gerät. Über das Bestrahlungsgerät, das in meinem Fall genutzt wurde, heißt es auf der UKE-Homepage:

Das Bestrahlungsgerät ist eine Fusion aus einem Linearbeschleuniger und einem Computertomographen. Hierdurch sind sowohl tägliche Kontrollen als auch sehr exakte Korrekturen der Bestrahlung möglich. Die aufwendige inverse Bestrahlungsplanung führt zu einer sehr guten Schonung der Risikoorgane. Diese bildgeführte Radiotherapie stellt weltweit eine der modernsten radioonkologischen Verfahren dar. Eingesetzt werden kann die TomoTherapy zur Behandlung vieler verschiedener Tumore. Hierzu gehören u.a. das Prostatakarzinom, Kopf-Hals-Tumore, Hirntumore und Lungenkarzinome. Außerdem erlaubt uns die TomoTherapy, zukünftig sehr komplexe Zielvolumina noch optimaler zu bestrahlen.

Und tatsächlich hielten sich die Nebenwirkungen bei mir in erträglichen Grenzen. Keine Hautreizungen, keine Übelkeit, lediglich müde war ich Phasenweise. Vor allem in den Tagen nach dem letzten Termin hab ich sehr viel geschlafen. Da kam sicherlich hinzu, dass sich meine seelische Anspannung mit Abschluss der Therapie etwas gelegt hat.

Neben der Strahlentherapie hatte ich noch ein paar Nachsorge-Untersuchungen – Blutabnahme, Ultraschall. Und sonst?

Sonst gehen die Wochen so ins Land. Bereits seit Anfang März bin ich krankgeschrieben, war ich nicht mehr auf der Arbeit, konnte ich nicht mehr bei meinem tollen Team im Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg sein. Von einem Tag auf den anderen war mein Alltag weg.

Der Körper heilt – langsam, aber stetig -, konnte ich Ende April höchstens eine Viertelstunde spazieren, sind es heute mehrere Stunden. Dennoch brauch ich danach deutlich länger als früher, um mich zu erholen. Auch sehr langes Konzentrieren ist manchmal fast schon körperlich anstrengend.

Da ist es doch ein Glück, dass seit einigen Monaten die Quizduell-App barrierefrei ist, so dass sie auch von blinden Menschen genutzt werden kann. Ich mache davon Gebrauch, muss ich mich doch nicht langanhaltend konzentrieren, aber das Gehirn bleibt dennoch gefordert. Also, wenn Sie mit mir ein bisschen Quizduell spielen möchten, mich tät’s freuen. Mein Spielername ist HeikoKunert.

Glücklicherweise kann ich inzwischen wieder alles essen, was mir schmeckt. Zunächst musste ich auf scharfes Essen, rohes Gemüse, Zwiebeln, fettiges Essen, Schokolade verzichten. Das geht nun alles wieder. Und ein leckeres Essen tut ja auch der Seele gut, zumal wenn man es mit guten Freunden verbringt…

Hörbücher begleiten mich durch die Zeit der Genesung. Seien es Brunetti-Krimis von Donna Leon, „Kapital“ von John Lanchester, Murakamis „Die Pilgerjahre des Farblosen Herrn Tazaki“, „Brennen muss Salem“ von Stephen King oder die Bibel. Für viele Genres ist gerade Zeit.

Und auch Musik ist mir ein wertvoller Begleiter in schwierigen Zeiten: Sei es, dass sie melancholische, nachdenkliche Phasen untermalt oder aber dass sie mich in die unbeschwerte, gute alte Zeit trägt oder aber beschwingt in die Zukunft blicken lässt. Meinen aktuellen Soundtrack können Sie übrigens nachhören, einfach auf meine Sternchen-Liste bei Spotify surfen und dort am besten auf „Zufällige Wiedergabe“ klicken – dann hören Sie sehr schöne Musik, finde ich.;-)

Und in der kommenden Woche beginnt meine Anschlussheilbehandlung, wie das so schön heißt. Und auch hierzu ist meine Gefühlslage ambivalent. Einerseits freue ich mich, dass es weiter geht, dass ich wieder fitter gemacht werden soll. Ich hoffe, dass mir Termine mit Physiotherapeuten, Psychologen und Sozialberatern helfen werden. Andererseits bin ich wieder in einer Einrichtung, einer Klinik, drei Wochen lang. Kann man sich darauf wirklich freuen? Immerhin ist die Klinik an der Ostsee – und das ist doch auch mal was…

Kommunikation statt Barrieren

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