Interview: Was machen die da?

„Was machen die da?“, fragen die äußerst sympathischen Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm in ihrem Interview-Projekt. Und die unterschiedlichsten Menschen haben diese einfache Frage schon meist sehr ausführlich beantwortet. Unter anderem kamen bereits eine Buchbinderin, ein Foodstylist und ein Moderator in der Stadtentwicklung zu Wort. Die mit reichlich Fotos illustrierten Interviews geben spannende Einblicke in ganz alltägliche Berufe, stellen Menschen vor, die für eine Idee, für ihr Hobby oder ihre Arbeit brennen – wirklich eine ganz wunderbare Website. Auch ich durfte berichten, was wir beim Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg machen. Das freut mich sehr. In dieser Woche ging der Artikel online. Sie finden ihn auf wasmachendieda.de.

Bürgerschaftswahl 2015: Das fordert der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg

In Hamburg herrscht Wahlkampf. Am 15. Februar 2015 stimmen die Hamburgerinnen und Hamburger über die Zusammensetzung der Bürgerschaft ab. Damit die Belange blinder und sehbehinderter Menschen im Wahlkampf-Getöse nicht unter den Tisch fallen, haben wir vom BSVH sog. Wahlprüfsteine an Hamburgs Parteien versandt. In ihnen sind unsere politischen Standpunkte zusammengefasst. Und wir stellen ganz konkrete Fragen rund um Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe. Die Antworten werden wir online veröffentlichen. Die Wahlprüfsteine finden Sie schon jetzt auf bsvh.org.

Barrierefreiheit in Kliniken: Patienten-Initiative präsentiert Vorschläge

„Menschen mit Behinderung im Krankenhaus: Wie zugänglich sind Hamburger Kliniken?“ Der Verein „Die Patienten-Initiative“ hat in den sieben Hamburger Asklepios-Kliniken den Praxis-Test gemacht. Am gestrigen Freitag wurden die ersten Erkenntnisse in einer Foto-Ausstellung präsentiert. Ich selbst habe bei der Eröffnungsfeier in der Asklepios Klinik Barmbek von meinen persönlichen Erfahrungen als blinder Patient in Krankenhäusern berichtet.

Umgang mit behinderten Menschen: “Wie es ist und wie es sein soll”

“Vielfalt und Vorurteile: Wie tolerant ist Deutschland?” lautet das aktuelle Thema des Online-Projektes „Die Recherche“ der Süddeutschen Zeitung. Hierbei geht Redakteurin Sabrina Ebitsch auch der Frage nach, wie ein Fettnäpfchen-freier Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderung aussehen könnte. In ihrer Einleitung zu dem sehr lesenswerten Dossier schreibt Ebitsch:

Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland sind schwerbehindert, fast neun Prozent der gesamten Bevölkerung. Trotzdem und trotz wachsender Bemühungen um Inklusion haben die meisten Nichtbehinderten keinen oder nur wenig Kontakt mit Menschen mit Behinderung oder anderen Einschränkungen. Entsprechend unsicher ist der Durchschnittsdeutsche, wenn es dann doch dazu kommt – wenn beispielsweise der neue Kollege im Rollstuhl sitzt oder einen ein blinder Passant nach dem nächsten Supermarkt fragt. Um Peinlichkeiten für beide Seiten, die leider noch immer allzu häufig sind, zu vermeiden, berichten fünf Betroffene aus eigener Erfahrung, wie es ist und wie es sein soll.

In dem ausführlichen Artikel berichten Laura Gehlhaar aus der Perspektive der Rollstuhlfahrerin, Julia Probst über Gehörlosigkeit, Aleksander Knauerhase über Autismus und ein anonymes Mitglied der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe über den richtigen Umgang mit stotternden Menschen. Ich selbst berichte über das Thema Blindheit.

Der Artikel ist wirklich toll geworden. Er bildet viele Aspekte ab, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen. Auch ich habe durch ihn noch viel gelernt. Bleibt zu hoffen, dass er viele Leserinnen und Leser findet und fleißig im Web geteilt wird. Sie können damit gern beginnen. Und vielleicht mögen Sie ja auch hier in den Kommentaren oder per E-Mail darüber berichten, wie Ihnen der SZ-Beitrag gefallen hat, ob bei Ihnen nach der Lektüre Fragen offen geblieben sind oder welchen Aussagen Sie evtl. nicht zustimmen können.

Und dann empfehle ich Ihnen noch aller wärmstens die Blogs von Laura, Julia und Aleksander für den Fall, dass Sie tiefer in die Materie einsteigen möchten. Es lohnt sich.

Erstmals in Schauspielhaus und Altonaer Theater: Audiodeskription für blinde Menschen

Ich freu mich drauf: Wie schon in 2013 gibt es auch in diesem Jahr wieder Theater-Aufführungen mit akustischen Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen in Hamburg. Im Deutschen Schauspielhaus gibt es Ibsens „John Gabriel Borkman“ (3. Und 20. Dezember 2014 und 11. Januar 2015). Im Altonaer Theater wird die Bestseller-Adaption „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ mit Audiodeskription präsentiert (28. Dezember 14 und 4. Januar 15). Details zu den Stücken, der Karten-Reservierung und der erstmals in Hamburger Theatern eingesetzten „MobileConnect“-Technologie finden Sie auf bsvh.org.

Eine Erfolgsgeschichte: Dialog im Dunkeln in Ruanda

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Der Dialog im Dunkeln. In den vergangenen 25 Jahren wurde das Konzept in über 37 Ländern und 170 Städten weltweit umgesetzt. Und nun führen blinde Menschen das sehende Publikum auch in Ruanda in völlig abgedunkelten Räumen durch eine Ausstellung.

Kommunikation statt Barrieren

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