Barrierefreiheit im TV: Sie können helfen!

Sie, liebe Blind-PR-Leserinnen und –Leser, können helfen. Sie können dafür sorgen, dass das Fernsehprogramm in Deutschland für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglicher wird. Sie können dazu beitragen, dass nicht nur das öffentlich-rechtliche, sondern auch das Privatfernsehen barrierefreier wird. Und so können Sie helfen:

Bitte unterzeichnen Sie die Petition „RTL: Let’s Dance für blinde Menschen“ auf Change.org. Hierin fordert die blinde Sängerin und ehemalige Teilnehmerin der Tanzshow Joana Zimmer, dass die Sendung zukünftig mit einer Audiodeskription ausgestrahlt wird. Zimmer wird hierbei vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg unterstützt und beraten.

Unter Audiodeskription versteht man eine Hörfilmspur, in der Gestik, Mimik und rein visuelle Handlung für blinde und sehbehinderte Zuschauer beschrieben wird. Dies Verfahren wird im öffentlich-rechtlichen TV bereits verwendet, insbesondere bei fiktionalen Formaten wie Spielfilmen und Serien. Bei Showformaten ist es immer noch eine Seltenheit, obwohl zum Beispiel das Österreichische Fernsehen oder neuerdings auch „Wetten, dass…“ beweisen, dass es möglich ist.

Im Privatfernsehen findet Audiodeskription bisher gar nicht statt. Die Petition von Joana Zimmer macht auf diesen Missstand aufmerksam. „Let’s Dance“ steht beispielhaft für die fehlende Barrierefreiheit im TV. Bitte unterschreiben Sie die Petition online, und verbreiten Sie den Link in Ihren Blogs, auf Facebook, Twitter und Co. Tragen Sie so dazu bei, dass die Öffentlichkeit für das Thema Hörfilm sensibilisiert wird. Ermöglichen Sie es, dass es endlich auch im Privatfernsehen Sendungen gibt, die für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich sind. Ihnen schon einmal ganz, ganz herzlichen Dank!

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Wieder auf der Bühne: Gestrandet in Bombay

Szene aus "Gestrandet in Bombay" (Fotograf: Steffen Gottschling)

Szene aus “Gestrandet in Bombay” (Fotograf: Steffen Gottschling)

Die Blinden Passagiere sind wieder on stage. Unser kleines, aber feines Ensemble zeigt nach “Blindfische und Sehfische” und “Blinde Passagiere” seine dritte Produktion: Gestrandet in Bombay. Die Inhaltsangabe geht so:

Bombay Ende der 50er Jahre: Eine Schiffscrew hat sich, ihr Schiff und ihre Passagiere verpokert. Statt über die Meere zu schippern, muss sie die heruntergekommene Hafenkneipe eines windigen Amerikaners wieder auf Vordermann bringen – mit Putzen und Schrubben. Aber dann kommt ihnen eine Idee. Eine grandiose Show soll die Wende bringen. Nicht nur für die Kneipe, sondern für die Seemänner und das alte heißgeliebte Schiff. Sie setzen alles auf eine Karte im entscheidenden Pokerspiel: In Freiheit auf den Weltmeeren oder bis an ihr Lebensende als Hausmeister, Kellner und Putzmann in Bombay… „Gestrandet in Bombay!“ verwebt eine packende Geschichte mit einem musikalischen Feuerwerk der Fünfziger Jahre und ist die dritte Produktion des außergewöhnlichen Ensembles aus blinden und sehenden Schauspielern und Musikern. Ob Tina oder Marina, Mann oder Schokolade, Kriminal Tango oder Babysitter Boogie: Die Schlager und Lieder der Fünfziger Jahre erzählen von einer vergangenen Zeit. Leichtigkeit und Reiselust in den Süden werden genauso besungen wie das ewige Thema der Liebe. Die Blinden Passagiere entdecken den Charme der alten Lieder neu und schaffen zusammen mit ihrer mitreißenden Live-Combo, den Row-Boys, eine Brücke ins Heute.

Unser nächster Auftritt ist am 25. Mai um 19:30 Uhr in der Kulturschule Altrahlstedt in Hamburg. Karten gibt’s ausschließlich an der Abendkasse. Vielleicht haben Sie ja Lust und Zeit – es würde mich freuen. Ach ja, eine Facebook-Seite haben wir jetzt auch. Wenn Sie mögen, klicken Sie dort gern auf “Gefällt mir”.

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Bundestagswahl: Wie barrierefrei sind die Parteien-Websites?

Nachdem ich mir bereits im März die Websites der Hamburger Parteien hinsichtlich Barrierefreiheit angeschaut habe, hab ich nun auch die Bundesparteien getestet. Auch hier fällt das Ergebnis durchwachsen aus. Während bei SPD, Piratenpartei und FDP Ansätze von Accessibility erkennbar waren, war dies bei den Sites der Grünen, der Linken und der CDU nur geringfügig oder gar nicht der Fall. Den vollständigen Bericht lesen Sie im Wahlbeobachter-Blog von Martin Fuchs. Außerdem hat die Süddeutsche Zeitung Martin und mich interviewt und das Thema unter der Überschrift “Wenn das Wahlprogramm im Dunkeln bleibt” aufgegriffen.

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Parteien-Websites und Barrierefreiheit: Gastbeitrag beim Hamburger Wahlbeobachter

Wie zugänglich sind eigentlich Partei-Websites? Sind auf ihnen die Grundregeln von Barrierefreiheit berücksichtigt? In einem Gastbeitrag beim Hamburger Wahlbeobachter bin ich diesen Fragen am Beispiel Hamburgs nachgegangen. Das Ergebnis war ernüchternd. An Wählerinnen und Wähler mit Behinderung wurde beim Webdesign kaum bis gar nicht gedacht. Immerhin stimmen die ersten Reaktionen optimistisch. Innerhalb von 24 Stunden haben alle sechs Parteien reagiert und Verbesserungen hinsichtlich Accessibility angekündigt. Ich werde berichten.

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#EinfachSein: Best of Blogger-Themen-Tage

Vor einer Woche fanden die Blogger-Themen-Tage statt. Es erschienen rund 60 Artikel. Anregend, lehrreich, lesenswert. Ich möchte Ihnen allen wärmstens empfehlen, sich mal ein, zwei Stündchen zu nehmen, um die Beiträge nachzulesen. Es lohnt sich sehr. Um so bedauerlicher, dass die Aktion keine mediale Aufmerksamkeit gefunden hat. Vielleicht waren die Texte zu sensibel, hatten zuviele Zwischentöne, waren zu vielschichtig für knackige Headlines in den Mainstream-Medien. Aber nur, wenn wir sensibel miteinander umgehen, wenn wir Zwischentöne zulassen und Vielschichtigkeit als Bereicherung begreifen, kommen wir dem Ziel der Inklusion näher.

Auch wenn es mir wirklich schwer fällt, ein “Best Of” zu erstellen, möchte ich Ihnen sieben Posts von #EinfachSein ganz besonders ans Herz legen:

  1. Helfer: Der E-Rolli und sein Schatten (Marcel gibt Gas)
  2. Hauptsache Gesund: Was ist außer der Angst sonst noch zurückgeblieben? (Mama hat jetzt keine Zeit)
  3. Wenn selbst Behinderte Behinderte behindern (Schreib-Lunge-Blog)
  4. Popo abwischen und Breifüttern – Oder doch viel mehr? (Pflege und Betreuung)
  5. Das Ich in mir (Autzeit)
  6. Traumländer und Parallelwelten (Der rote Faden)
  7. Wider den Reparaturwahn (Melas Asperger und ADS Blog)

Ihnen viel Freude und Anregung beim Lesen – verbunden mit einem Dank an die Organisatoren und dem Wunsch, dass eine Aktion wie #EinfachSein ein zweites Mal durchgeführt wird und dann mehr öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.

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Behinderung, Medien und Gesellschaft: Blogger-Themen-Tage vom 1. bis 3. März

Morgen beginnen die Blogger-Themen-Tage “#EinfachSein Behinderungen, Medien und die Gesellschaft“. Hinter der Aktion stehen die Macherinnen und Macher von Quergedachtes, Autzeit und Aspergerfrauen. Sie schreiben zu ihrer Idee:

Einzelne Stimmen werden selten gehört, viele Stimmen finden Gehör! Viele Stimmen finden Gehör, wenn einzelne untergehen! Mit diesem Gedanken starteten vor einigen Tagen Überlegungen, einen Aktionstag zum Medien- und Gesellschaftsbild von Behinderungen zu machen. Herausgekommen ist die Idee der Blogger-Themen-Tage 2013! Viele Blogger möchten an mehreren Tagen zu einem Leitthema einen Beitrag leisten und so dazu beitragen, dass auch Themen und Blogger, die weniger „massentauglich“ sind, Gehör in der Gesellschaft und den Medien finden. Damit kein Chaos entsteht, haben wir uns entschlossen, ein Programm dazu zu machen. An den Themen-Tagen werden die Blogposts zu bestimmten, vorab festgelegten Uhrzeiten veröffentlicht. So kann man als Leser den ganzen Tag über immer wieder neue Eindrücke sammeln und neue Blogs kennenlernen. Natürlich sind die Blogposts auch nach den Themen-Tagen noch einsehbar.

Und hier können Sie das Programm der Blogger-Thementage nachlesen:

Das Programm klingt vielversprechend. Ich wünsche den Leserinnen und Lesern der Posts viele anregende Gedanken und Informationen und den Organisatorinnen und Organisatoren viel Erfolg mit ihrer tollen Aktion.

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Tipps zur Unterstützung blinder Menschen im Alltag

rebloggt von Blindblog:

10 Tipps

10 Tipps zum richtigen Umgang mit blinden Menschen

1. Spreche so mit blinden Menschen, wie Du auch mit allen anderen Menschen sprichst. Nicht laut, denn ihr Gehör funktioniert. Direkt, nicht über die Begleitperson. Ohne Scheu, denn Worte wie „sehen“ oder „blind“ benutzen blinde Menschen selbstverständlich auch.

2. Biete blinden Menschen immer zuerst mündlich Deine Hilfe an. Wer wird schon gerne ohne Vorwarnung angefasst?

Weiterlesen… noch 305 Wörter

Sehende sind häufig unsicher, wenn sie auf blinde Menschen treffen. "Wie soll ich mich verhalten?", fragen sie sich. Zehn einfache und verständliche Antworten auf diese Frage gibt es im Blindblog.
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